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Gemeinsames Statement zum Aus des Maifeld Derby in Mannheim von Eventkultur Rhein-Neckar und Clubkultur BW

Mit großer Bestürzung haben wir von der Absage des Maifeld Derbys ab 2025 erfahren. Dieses Festival war weit mehr als ein jährliches Musikereignis – es war ein kulturelles Herzstück, ein Identifikationspunkt und eine Plattform für innovative, genreübergreifende Kunst und Kultur in Mannheim und darüber hinaus. Die Absage bedeutet nicht nur den Verlust eines hochkarätigen Musikfestivals, sondern auch einen schweren Schlag für die Kultur- und Kreativszene in Baden-Württemberg.

Das Maifeld Derby hat in den vergangenen Jahren bewiesen, wie vielschichtig, mutig und zukunftsweisend Kultur sein kann. Mit einem liebevollen kuratierten Line-up aus internationalen und lokalen Künstler:innen bot das Festival einen Raum für Experimente und Begegnungen – eine Bühne, die weit über die Grenzen von Mannheim hinausstrahlte. Es hat Generationen von Kulturinteressierten inspiriert, war ein Wirtschaftsfaktor für die Region und zeigte, wie viel Wert Festivals jenseits der Hochkultur für die Gesellschaft haben.

Doch die Absage zeigt einmal mehr, dass die Kulturförderung in Deutschland strukturelle Defizite aufweist. Während die Hochkultur – Oper, Theater, klassische Musik – oft mit großzügigen Mitteln bedacht wird, kämpfen die sogenannten freien Kulturformen, die Clubs, Festivals und kulturellen Freiräume, ums Überleben. Das Maifeld Derby war und ist ein Paradebeispiel dafür, wie diese Kulturformen nicht nur bereichernd, sondern essentiell für eine vielfältige und lebendige Kulturlandschaft sind.

Es muss nun dringend ein Umdenken stattfinden. Die Absage des Maifeld Derbys darf nicht als Einzelfall angesehen werden. Die letzten Mitgliederbefragung der LiveKomm und der Landesverbände zeigen ein dramatisches Bild. Im Schnitt sieht jedes zweite Mitglied der Verbände den Fortbestand des Betriebes als bedroht an. Mehr als 50% betonen dabei die Notwendigkeit von entsprechenden Fördermitteln um ein Fortbestand über 2025 hinaus zu sichern.

Wir brauchen Förderstrukturen, die auch die alternativen und subkulturellen Kulturformen nachhaltig sichern. Gerade in einer Zeit, in der Kreativität und gesellschaftlicher Zusammenhalt wichtiger denn je sind, können wir es uns nicht leisten, diese Räume sterben zu lassen. Vor Allem eine UNESCO City of Music, wie Mannheim es ist, sollte hier mit gutem Beispiel voran gehen und alles dafür tun, dass die lokalen Musikspielstätten und Festivals ausreichend unterstützung erfahren. Investitionen in Kultur sind weit mehr als ein Zuschuss. Sie sind Investitionen in die Attraktivität unserer Region – für Arbeitnehmer*innen, Unternehmen und Besucher*innen gleichermaßen. Eine lebendige Kulturszene ist ein zentraler Faktor, der Städte lebenswert und zukunftsfähig macht. Wie kann es also sein, dass ein Aushängeschild wie das Maifeld Derby, das als „Best Small Festival Europas“ ausgezeichnet wurde, keine ausreichende Unterstützung findet?  

Als UNESCO City of Music hat Mannheim sich verpflichtet, Musik und Kultur zu fördern. Doch genau hier versagt die Stadt, wenn sie das Maifeld Derby in finanzieller Not alleine lässt. Dieser Verlust wirft die Frage auf, wie ernst Mannheim seinen Status als Musikstadt nimmt. Ist der Titel nur eine Auszeichnung für Imagebroschüren, oder will die Stadt auch den Anspruch einlösen, Kultur nachhaltig zu unterstützen?  

Wir fordern die Politik und die Kulturverantwortlichen in Mannheim & ganz Baden-Württemberg dazu auf, endlich die Bedeutung von Festivals wie dem Maifeld Derby anzuerkennen. Es bedarf eines fairen und zukunftsgerichteten Fördersystems, das die gesamte Breite unserer Kulturlandschaft abbildet und auch jene Kulturformen unterstützt, die fernab traditioneller Strukturen operieren. Denn es sind genau diese Orte, die die kulturelle Vielfalt bewahren und eine junge, moderne Gesellschaft repräsentieren.

Die Absage des Maifeld Derbys ist ein schmerzhafter Verlust – für Mannheim, für Baden-Württemberg und für alle, die an eine vielfältige und lebendige Kultur glauben. Jetzt ist es an der Zeit, zu handeln, bevor weitere solcher kulturellen Leuchttürme erlöschen. Ein Anfang wäre es nun, die benötigten Gelder für eine Fortführung ab 2025 bereitzustellen!

die Vorstände von Clubkultur Baden-Württemberg e.V. und EventKultur Rhein-Neckar e.V.

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PM: Drug Checking in Baden – Württemberg ermöglichen, den Koalitionsvertrag umsetzen. Für eine moderne Suchthilfe 2025/26.

Neben dem dramatischen Anstieg der Drogentoten in 2023 steigt aktuell der Anteil gesundheitsbedenklicher Streckmittel in Kokainproben. Gleichzeitig gibt es neue gefährliche psychoaktive Stoffe, die häufig als XTC, LSD, Ketamin oder Cannabis verkauft werden. Diese neuen Stoffe können bei Überdosierungen zu Notfällen und im schlimmsten Fall zum Tod führen. Hochrisikohafte Substanzmischungen wie bspw. „Pink Cocaine“ oder „Tusi“ werden als neue Produkte mit irreführenden Namen verkauft. Zusätzlich wird es von zunehmender Bedeutung sein, sich auf eine möglicherweise bevorstehende „Opioid-Krise“ in Deutschland vorzubereiten, die auf Grundlage der in Afghanistan praktisch zum Erliegen gekommenen Produktion von Schlafmohn zu erwarten ist. „Wir sehen schon heute eine Zunahme im Konsum an synthetischen Opiaten, die teilweise bis zu 100fach potenter und wirkungsvoller sind als Heroin. Drug Checking würde hier eine Möglichkeit bieten, den Schwarzmarkt zu durchleuchten und schnell reagieren zu können.“ sagt Bernd Klenk von Release Stuttgart.

Eine wichtige Maßnahme, um diesen Problemfeldern in der Suchthilfe wirksam zu begegnen ist das Angebot des „Integrated Drug Checking“. Für die rechtliche Regelung eines solchen Angebots wurde im Juli 2023 das BtMG um den § 10b ergänzt. Nun liegt es an der Landesregierung BW in den anstehenden Haushaltsverhandlungen das eingereichte Modellprojekt zu finanzieren. Die Projektgruppe bestehend aus den Suchthilfe- Einrichtungen Release Stuttgart e.V., Drogenverein Mannheim e.V., Jugend- und Drogenberatungsstelle Lörrach, BWLV Tübingen, Clubkultur Baden-Württemberg und der forensischen Toxikologie am Institut für Rechtsmedizin des Universitätsklinikums Freiburg, steht für ein Modellprojekt bereit, das im Bereich Drug Checking neue Standards setzen könnte.

Aus den aktuellen Koalitionsverträgen der Landesregierung BW wird der politische Wille ersichtlich, Drug Checking umzusetzen. Im Licht der aktuellen Entwicklungen auf dem Schwarzmarkt schätzen wir, wie auch Bundesverbände wie der FDR+ oder akzept e.V., das als wichtiger ein denn je. Der Projektgruppe sind die allgemeinen finanziellen Engpässe bekannt. Dennoch sehen wir die Ermöglichung des Modellprojekts als wichtigen Baustein einer zukunftsorientierten Drogenpolitik an. „Trotz klammer Kassen in Drug Checking  außerhalb der Regelversorgung von Konsumenten:innen zu investieren, hat einen hohen präventiven wie gefahrenabwehrenden Effekt“ untermauert Bernd Klenk.

Um unserer Forderung inhaltliche Tiefe zu geben und weiterführende Gespräche zu ermöglichen, laden wir Sie herzlich am 28.11.24 von 17 – 20 Uhr zum Vorplatz am Stadtpalais in Stuttgart ein. Neben einem Infostand von take Stuttgart wird in Kooperation mit der Wilden Bühne e.V. eine künstlerische Theaterperformance stattfinden.

Für weitere Informationen steht Ihnen Justus Bartlewski, Pressesprecher, gerne zur Verfügung: presse@clubkultur-bw.de

Zusätzlich steht Ihnen Bernd Klenk, Geschäftsführer von Release Stuttgart e.V. als Sachverständiger zur Verfügung: klenk@release-stuttgart.de

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Clubkultur Akademie Workshop 3 in Ulm zu sozialer und ökologischer Nachhaltigkeit im Club- und Festival-Betrieb

Workshop 3 der Clubkultur Akademie findet im Juni statt: Das Weiterbildungsprogramm für Akteure der Club- und Festivalkultur in Baden-Württemberg widmet sich in der dritten Runde der effektiven und sozialverträglichen Klimaschutzmaßnahmen im Club- und Festival-Betrieb.

Der Workshop der Nachhaltigkeitsexpertin Katharina Wolf von Zukunft Feiern! geleitet und wird im Gleis 44 in Ulm sowie online via Zoom stattfinden!

Die Anmeldung zu den Workshops ist für Clubkultur BW Mitglieder mit unserem Gutscheincode kostenlos! Aber auch externe Interessierte können gegen eine kleine Gebühr an Workshops teilnehmen! 

Ihr seid Clubkultur BW Mitglied und habt noch keinen Code erhalten? Dann schreibt uns eine kurze Mail an post@clubkultur-bw.de!

Green Beats & Safe Spaces: soziale und ökologische Nachhaltigkeit im Club- und Festivalbetrieb – Termine des Workshops mit Katharina Wolf:

04.06.2025, 14:30
Ort: Gleis 44, Schillerstraße 44, 89077 Ulm

Online:
17.06.2025, 14:00
Ort: Zoom

Beide Termine sind inhaltsgleich. 

Anmeldung unter:https://pretix.eu/clubkulturbw/CKA3/

Zum Workshop: 

Wie können Clubs, Festivals und Kollektive ökologisch nachhaltig und gleichzeitig sozial gerecht handeln? Wir zeigen dir, wie Nachhaltigkeit nicht nur ein Ziel, sondern gelebte Praxis wird: mit Maßnahmen, die wirklich umsetzbar sind, und Ideen, die über den Tellerrand hinausgehen. Im Workshop von Katharina Wolf (Zukunft Feiern!) lernst du den Code of Conduct von Zukunft Feiern kennen – ein praxisnahes Instrument von und für Clubs, Festivals und Open-Air-Veranstaltungen, das konkrete Maßnahmen und verbindliche Ziele für mehr Nachhaltigkeit bereitstellt.  Lass dich von erprobten Ansätzen inspirieren, teile deine Erfahrungen und werde Teil eines wachsenden Netzwerks, das gemeinsam Verantwortung übernimmt.

Der Workshop richtet sich an Clubbetreibende, Festivalmacherinnen, Veranstalterinnen und Kollektive, die Verantwortung übernehmen und ihre Veranstaltungen zukunftsfähig gestalten wollen.

Das Projekt wird gefördert von der Initiative Musik, der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM), dem Pop-Büro Region Stuttgart und dem Event Kultur Rhein-Neckar e. V.. 

Wir bedanken uns für die Unterstützung!



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Clubkultur Akademie: Workshop 2 zu Megatrends im Rahmen der About Pop in Stuttgart

Die Clubkultur Akademie – das Weiterbildungsprogramm für Akteure der Club- und Festivalkultur in Baden-Württemberg – geht in die 2. Runde: 

Im 2. Workshop widmen wir uns den Megatrends und deren Auswirkungen auf das Nachtleben und die Clubkultur. Der Workshop von Zukunftsforscherin Christiane Varga wird im Rahmen der About Pop stattfinden sowie online via Zoom.

Die Anmeldung zu den Workshops ist für Clubkultur BW Mitglieder mit unserem Gutscheincode kostenlos! Aber auch externe Interessierte können gegen eine kleine Gebühr an Workshops teilnehmen! 

Ihr seid Clubkultur BW Mitglied und habt noch keinen Code erhalten? Dann schreibt uns eine kurze Mail an post@clubkultur-bw.de!

Termine des ersten Workshops mit Christiane Varga:

16.05.2025, 16:30
Ort: About Pop, Wizemann Areal, Impact Hub, Stuttgart
Hinweis: begrenztes Ticketkontingent für Clubkultur BW Mitglieder

20.05.2025, 16:00
Ort: Zoom

Beide Termine sind inhaltsgleich. 

Anmeldung unter: https://pretix.eu/clubkulturbw/CKA2/ oder per Mail an post@clubkultur-bw.de

Zum Workshop:
Die Club- und Festivalbranche befindet sich im Wandel – nicht nur durch die Corona-Pandemie oder die Energiekrise, sondern auch durch tiefgreifende Megatrends, die das Feiern von morgen beeinflussen. Ein wichtiger Aspekt ist der demographische Wandel: Die Alterung der Gesellschaft und veränderte Bevölkerungsstrukturen beeinflussen Besucherzahlen und Bedürfnisse. Auch verändertes Freizeitverhalten und die Urbanisierung bringen neue Herausforderungen und Möglichkeiten für Clubs in städtischen Räumen. Der Trend zur Neo-Ökologie verdeutlicht, dass nachhaltiges Handeln wichtiger wird – Clubs und Festivals müssen umweltfreundlicher werden, um den Erwartungen der Gäste gerecht zu werden. Ebenso führt die Individualisierung dazu, dass Menschen nach einzigartigen Erlebnissen suchen. Die Fähigkeit, auf individuelle Bedürfnisse einzugehen, wird zum Erfolgsfaktor. Doch wie schaffen wir es die unterschiedlichen Trends zu berücksichtigen? Dieser Workshop, geleitet von  Zukunftsforscherin und Soziologin Christiane Varga, bietet die Gelegenheit, sich über die Auswirkungen von Megatrends auf die Clubkultur zu informieren, Lösungsansätze kennenzulernen und die Zukunft des Nachtlebens aktiv zu diskutieren.

Christiane Varga beschäftigt sich als Speakerin, Zukunftsforscherin und Soziologin mit der Frage: „Wie leben wir in Zukunft?“. Ihre Arbeit besteht darin, Veränderungen in der Gegenwart sichtbar zu machen, um neue Ideen und Konzepte für die Zukunft zu entwickeln.
Von 2012 – 2017 war sie Teil des Think Tanks im Wiener Zukunftsinstitut und berät heute Großkonzerne, Organisationen und Kommunen. Am Lehrstuhl Industrial Design der FH Joanneum in Graz unterrichtet sie das Fach „Design Research“. Ihre Kernaussage lautet: „Verstehen wir die Gegenwart als Prototyp für die Zukunft.

Das Projekt wird gefördert von der Initiative Musik, der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM), dem Pop-Büro Region Stuttgart und dem Event Kultur Rhein-Neckar e. V.. 

Wir bedanken uns für die Unterstützung!



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Clubkultur Akademie in Baden-Württemberg: Start des Weiterbildungsangebot für Akteure der Clubkultur

Mit der Clubkultur Akademie ruft der Clubkultur Baden-Württemberg e.V. ein Weiterbildungsprogramm für Akteure der Club- und Festivalkultur in Baden-Württemberg ins Leben! In insgesamt 3 Workshops behandeln wir branchenspezifische Themen an verschiedenen Standorten in Baden-Württemberg und online, damit Interessierte in ganz Baden-Württemberg die Chance haben, daran teilzunehmen.

Die Anmeldung zu den Workshops ist für Clubkultur BW Mitglieder mit unserem Gutscheincode kostenlos! Aber auch externe Interessierte können gegen eine kleine Gebühr an Workshops teilnehmen!

Ihr seid Clubkultur BW Mitglied und habt noch keinen Code erhalten? Dann schreibt uns eine kurze Mail an post[at]clubkultur-bw.de!

Im ersten Workshop “Förderungen finden, Förderanträge schreiben, Förderanträge einreichen” mit Andreas Becker (Förder- und Nachhaltigkeitsberater SCM Event GmbH & Gründer Live in Hessen) werden wir uns mit den verschiedenen Arten von Fördermitteln, den zuständigen Stellen und dem Prozess der Antragstellung beschäftigen.
Der vierstündige Workshop richtet sich an alle, die in der Kultur- und Projektarbeit tätig sind und Fördermittel akquirieren möchten. Die Teilnehmenden lernen, was Fördermittel sind, welche verschiedenen Arten es gibt und wer die zuständigen Stellen für deren Vergabe sind. Darüber hinaus wird die Recherche nach geeigneten Förderprogrammen vertieft und aufgezeigt, wo die notwendigen Informationen zu finden sind.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Erstellung einer Projektskizze sowie der Ausarbeitung einer klaren und überzeugenden Projektbeschreibung. Sie lernen, wie Sie einen detaillierten Kosten- und Finanzierungsplan erstellen, der für die Antragstellung unerlässlich ist.
Um das Gelernte praktisch anzuwenden, werden wir in Breakout-Sessions und Gruppenarbeiten konkrete Beispiele durchspielen. Diese interaktive Herangehensweise fördert den Austausch unter den Teilnehmer:innen und ermöglicht, individuelle Strategien zur Fördermittelakquise zu entwickeln.
Außerdem wird der Workshop eine Woche später online in einem ähnlichen Format angeboten. Dieser richtet sich an weitere Interessierte und behandelt die gleichen Themen wie der Präsenz-Workshop.

Termine des ersten Workshops mit Andreas Becker:

20. November 2024
14-18 Uhr
Karlstorbahnhof Heidelberg
Adresse: Marlene-Dietrich-Platz 3, 69126 Heidelberg

27. November 2024
14-18 Uhr
online via Zoom

Beide Termine sind inhaltsgleich.

Anmeldung unter: https://pretix.eu/clubkulturbw/CKA1/

Workshops 2 und 3 finden Anfang 2025 statt. Weitere Informationen folgen!

Das Projekt wird gefördert von der Initiative Musik, der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM), dem Pop-Büro Region Stuttgart und dem Event Kultur Rhein-Neckar e. V..
Wir bedanken uns für die Unterstützung!

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PM: Drug-Checking – schützt Konsumenten*innen und rettet Leben

Im vergangenen Jahr ist die Zahl der Drogentoten erneut dramatisch gestiegen. Neben Opioiden wie Heroin spielen auch Substanzen wie Kokain, Amphetamine und XTC dabei eine immer größere Rolle. Ursache hierfür sind häufig der unbekannte Wirkstoffgehalt und gefährliche Beimengungen. Drug-Checking, bei dem Substanzen getestet und anschließend informative sowie veränderungsmotivierende Gespräche geführt werden, ist eine wichtige Maßnahme, um diesem Problem entgegenzuwirken.

 

Am Weltdrogentag, dem 26. Juni, einem Tag, der weltweit das Bewusstsein für Drogenproblematiken und deren Auswirkungen auf die Gesellschaft schärfen soll, möchten wir auf den aktuellen Stand eines möglichen Drug-Checking Modellprojekts in Baden-Württemberg hinweisen.

Die AG Drug-Checking, ein Zusammenschluss von Drogenberatungsstellen aus Baden-Württemberg, Clubkultur Baden-Württemberg und der forensischen Toxikologie am Institut für Rechtsmedizin in Freiburg, führt derzeit intensive Gespräche mit dem Sozialministerium über die Umsetzung eines Modellprojekts zum Drug-Checking. Dieses Vorhaben zielt darauf ab, die Sicherheit und das Bewusstsein im Umgang mit psychoaktiven Substanzen zu erhöhen. „Neben dem Verhindern von Drogentodesfällen treibt uns das Vermeiden von Gesundheitsschädigungen und abhängigen Verhaltensmustern an,“ sagt Bernd Klenk, Geschäftsführer von Release Stuttgart e.V. „Durch den Kontakt, der über Drug-Checking zu den Konsument*innen hergestellt wird, ist eine Auseinandersetzung mit dem eigenen Konsummuster und den damit verbundenen Risiken möglich“, so Bernd Klenk weiter.

Seit den letzten Presseberichten im März 2023 hat sich einiges getan. Der Bundestag hat die Bundesländer ermächtigt, eigene Rechtsverordnungen für Drug-Checking-Modellprojekte zu erlassen. Darüber hinaus wurde der ursprüngliche Antrag zum Drug-Checking komplett überarbeitet: Die Kosten wurden neu kalkuliert und die Strukturen optimiert. Die AG Drug-Checking steht somit in den Startlöchern!

Mit Freude haben wir zur Kenntnis genommen, dass Mecklenburg-Vorpommern als erstes Bundesland eine Rechtsverordnung erlassen hat, die Drug-Checking im Rahmen von Modellprojekten zulässt. In Baden-Württemberg liegt die Verantwortung nun beim Sozialministerium und der Politik. Alle notwendigen Voraussetzungen und Vorarbeiten sind abgeschlossen, sodass einer schnellen Umsetzung nichts mehr im Wege steht. „Die Erfahrungen aus anderen europäischen Ländern zeigen klar den Nutzen des Drug-Checkings und tragen der gesellschaftlichen Realität des Konsums von Substanzen im Sinne der Gesundheitsprävention Rechnung“, betont Robert Gaa, Vorstand von Clubkultur Baden-Württemberg e.V.

Wir fordern Baden-Württemberg auf, dieses zukunftsweisende Beispiel zügig aufzugreifen, die Verordnung zeitnah zu verabschieden und mit der Umsetzung zu beginnen.

Der Weltdrogentag betont die Bedeutung präventiver Maßnahmen und innovativer Ansätze zur Drogenprävention und Schadensminimierung, die das Leben vieler Menschen positiv beeinflussen können. Die Fortschritte in den Verhandlungen zeigen das Engagement der Landesregierung, auf die Herausforderungen im Drogenbereich mit effektiven Lösungen zu reagieren.

Für weitere Informationen steht Ihnen Justus Bartlewski, Pressesprecher, gerne zur Verfügung: presse@clubkultur-bw.de

Zusätzlich steht Ihnen Bernd Klenk, Geschäftsführer von Release Stuttgart e.V. als Sachverständiger zur Verfügung: klenk@release-stuttgart.de

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Verband Allgemein

PM: Clubkultur Baden-Württemberg e.V. wählt neuen Vorstand

Am Donnerstag den 08.02.2024 fanden sich Veranstalter*innen und Festivalmacher*innen für die zweite reguläre Jahreshauptversammlung des 2021 gegründeten Landesverband Clubkultur Baden-Württemberg e.V. ein.

v.l.n.r.:, Nils Runge, Zora Brändle (2. Vorsitzende), Theresa Kern (1.Vorsitzende), Michael Semmelmann,  Justus Bartlewski (Sprecher), Johannes Alsheimer (Kassenwart), Robert Gaa und Mira Gasanova

Die amtierende erste Vorsitzende Theresa Kern führte durch die Versammlung und berichtete von der Entstehung und Arbeit der erst als IG und seit Sommer 2021 als Verein agierenden Clubkultur Baden-Württemberg. Die Versammlung wurde  im digitalen Raum abgehalten, bei der zugeschaltete Teilnehmer*innen zuhören und später an der Wahl teilnehmen konnten. Clubkultur Baden-Württemberg e.V. hat sich seit der Gründung  als festes Sprachrohr für die 94 Mitglieder und als wichtiger Ansprechpartner für die  Landespolitik etabliert. Die gute wechselseitige Beziehung wurde auch durch die Einladung zum Neujahrsempfang der Landesregierung unterstrichen.

Neben dem Rückblick auf das Wirken im vergangenen Jahr – im Besonderen ist hier das umfangreiche Positionspapier 2023 zu nennen – stand als wichtiger Tagespunkt die Entlastung des bisherigen Vorstandes und die Neuwahlen an. 

Zur ersten Vorsitzenden wurde erneut Theresa Kern gewählt, den zweiten Vorsitz übernimmt wieder Zora Brändle. Die Kasse wird fortan von Johannes Alsheimer geführt. Den geschäftsführenden Vorstand komplettiert Justus Bartlewski, als politischer Sprecher. 

Des Weiteren wurde der bisherige erweiterte Vorstand Nils Runge im Amt bestätigt, neu hinzu kommt Elmira Gasanova. Der bisherige Politische Sprecher Robert Gaa wechselt in den erweiterten Vorstand. 

Theresa Kern zeigt sich sehr zufrieden: „Ich freue mich, wieder im Amt bestätigt worden zu sein, dies spricht für unsere Arbeit im Sinne unserer Mitgliedschaft. Das Jahr 2024 bringt neue Herausforderungen, insbesondere im Hinblick auf die anstehenden Haushaltsverhandlungen und die prekäre Lage vieler Betriebe. Ich hoffe sehr, dass wir die Clubkultur BW und die Strukturen weiter professionalisieren und ausbauen können, um die Nachtkultur im Land weiter zu stärken und unsere vielfältige Mitgliedschaft in Baden-Württemberg zu unterstützen

Zora Brändle ergänzt: „In den aktuellen Zeiten ist ein aktiver und stetiger Vorstand wichtig, um die Interessen unserer Mitgliedschaft zielgerichtet an die Politik und zuständigen Ministerien zu kommunizieren. Natürlich spielen innerhalb unserer Themen auch die soziale und ökologische Nachhaltigkeit in der Clubkultur eine große Rolle, welche wir stark unterstützen. ”

Justus Bartlewski, frisch gewählter politischer Sprecher blickt mit Zuversicht auf eine „konstruktive Zusammenarbeit von  Baden-Württembergs Club- & Livemusikszene um gemeinsame Interessen voranzutreiben und freut sich insbesondere freie Kollektive und Festivals weiter zu vernetzen.”

Die Mitglieder des Vorstands bedanken sich ebenso für die fortlaufende tatkräftige Unterstützung durch die leitende Geschäftsführung Michael Semmelmann.

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Verband Allgemein

PM: Clubkultur Baden-Württemberg e.V. wählt neuen Vorstand und stellt Weichen für die Zukunft

Am 25. Februar 2025 fand die jährliche Mitgliederversammlung des Clubkultur Baden-Württemberg e.V. statt. Die Versammlung wurde digital abgehalten und versammelte zahlreiche Mitglieder aus der Club- und Kulturszene des Landes. Neben einem Rückblick auf die Erfolge des vergangenen Jahres standen die Neuwahl des Vorstands sowie wichtige strukturelle Entscheidungen auf der Tagesordnung.

Wahl des neuen Vorstands
Zum ersten Vorsitzenden wurde Justus Bartlewski (Kollektiv am Waldrand) gewählt, der bisher als Pressesprecher im Vorstand aktiv war, den zweiten Vorsitz übernimmt Benny Kieninger (Fridas Pier) und neuer Pressesprecher wird Samuel Rettig (Gleis 44). Kassenwart bleibt weiterhin Johannes Alsheimer (Kollektiv am Waldrand). Auch Theresa Kern und Zora Brändle bleiben dem Verband weiterhin erhalten und wechseln in den erweiterten Vorstand, der von Mira Gasanova (Stadtpalais Stuttgart), Nils Runge und Robert Gaa komplettiert wird. Die Geschäftsstelle leitet weiterhin Michael Semmelmann.

Erfolgreiches Jahr 2024 – Engagement für Clubkultur
Im Bericht des Vorstands wurden die Meilensteine des vergangenen Jahres hervorgehoben. Der Clubkultur Baden-Württemberg e.V. erzielte Fortschritte im Bereich Drug Checking, war wichtiger Ansprechpartner im POPLÄND-Prozesses, vollzog eine große Mitgliederbefragung und initiierte Workshop-Reihe der Clubkultur-Akademie. Zudem war der Verband an der erfolgreichen Novellierung des Landesnichtraucherschutzgesetzes beteiligt.

Beschlüsse zur Beitragsordnung und zum Leitbild
Neben der Wahl des Vorstands wurden zentrale organisatorische Weichen für die Zukunft gestellt. Die Mitgliederversammlung verabschiedete eine überarbeitete Beitragsordnung, die eine nachhaltige Finanzierung des Vereins sicherstellt. Zudem wurde das neue Leitbild beschlossen, das die Werte und Ziele des Vereins klar definiert. Die neue Beitragsordnung sowie das Leitbild sind am Ende der Website zu finden.

Engagement für eine lebendige Clubszene
Mit den beschlossenen Maßnahmen und dem neu gewählten Vorstand setzt sich der Clubkultur Baden-Württemberg e.V. weiterhin entschlossen für die Interessen von Clubs, Kulturschaffenden und Veranstalter:innen in Baden-Württemberg ein. Alle Mitglieder sind eingeladen, sich aktiv in die Arbeit des Verbands einzubringen und die Zukunft der Clubkultur mitzugestalten.

Blick nach vorne: Clubsterben und Landtagswahl 2026 im Fokus
Die kommenden Jahre werden von zentralen Herausforderungen geprägt sein. Die Schließung zahlreicher Clubs bedroht die kulturelle Vielfalt und erfordert entschiedene Maßnahmen zur Unterstützung und Erhaltung dieser wichtigen Orte. Zudem wird die Landtagswahl 2026 ein entscheidender Moment für die Clubkultur in Baden-Württemberg sein. Der Verband plant, sich aktiv in den politischen Diskurs einzubringen, um die Interessen der Club- und Kulturszene nachhaltig zu vertreten und kulturpolitische Themen auf die Agenda zu setzen.



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Allgemein

Dance with Somebody – Clubkultur stärken heißt Begegnung fördern: Clubkultur Baden-Württemberg e.V. veröffentlicht Positionspapier

Die Nacht erwacht zum Leben, die Musik durchströmt die Clubs, und die Tanzflächen werden zu magischen Oasen der Begegnung: Willkommen in der fabelhaften Welt der Clubkultur! Die Clubkultur Baden-Württemberg e.V., der Herzschlag der Akteur*innen aus den Bereichen Clubkultur und Livemusikveranstaltungen, setzt ein Zeichen für die kulturelle Vielfalt und Begegnung im Ländle. Der Verein veröffentlicht nun mit “Dance With Somebody” ein Positionspapier für den Erhalt und Ausbau der lebendigen Club- und Livemusikszene in Baden-Württemberg und ruft die Politik dazu auf, die Clubkultur als unverzichtbaren Motor für eine bunte und tolerante Gesellschaft anzuerkennen und zu unterstützen.

Clubs und Livemusikspielstätten bilden wichtige Experimentier- und Begegnungsräume in Baden-Württemberg. Sie sind nicht nur kulturelle Identifikationspunkte, sondern fördern auch Verständnis und Toleranz im Zusammenleben – sie fördern die Demokratie. Die Vielfalt der Clubkultur trägt zur Attraktivität von Städten und ländlichen Räumen bei und zieht junge, kreative Menschen an, was wiederum positive Auswirkungen auf die Wirtschaft und das kulturelle Standortmarketing hat.

“Club- und Livemusikspielstätten sehen sich auch mit zahlreichen Herausforderungen konfrontiert. Bürokratische Hürden und fehlende Förderformate erschweren den Ausbau und Erhalt der Clubkultur in Baden-Württemberg. Zudem haben steigende Kosten in allen Bereichen und die Auswirkungen der Corona-Pandemie die Clubszene hart getroffen und beeinträchtigen vielfältige Kulturprogramme und Angebote.” so Theresa Kern, 1. Vorsitzende.

“Wir begrüßen daher den Masterplan der Landesregierung für die Transformation der Verwaltung. Dieser kann einen wichtigen Beitrag zur Unterstützung der Clubkultur leisten.” ergänzt Zora Brändle, 2. Vorsitzende.

Vor den letzten Landtagswahlen wurden bereits Wahlprüfsteine erstellt, um den politischen Parteien die Anliegen der nachtkulturaffinen Zielgruppe näherzubringen. Nun, zur Hälfte der Wahlperiode, möchte der Verein seine Kernanliegen erneut in den Fokus rücken und die Fortschritte bei den im Koalitionsvertrag vereinbarten Punkten zur Club- und Livemusikkultur abfragen.

Das vorliegende Positionspapier dient dazu, die Anliegen der Mitgliedschaft als klare Forderungen an die Politik zu kommunizieren. Clubkultur Baden-Württemberg e.V. appelliert an die Landesregierung, die Bedeutung der Club- und Livemusikszene für die kulturelle Vielfalt und das gesellschaftliche Miteinander anzuerkennen und entsprechende Maßnahmen zu ergreifen. Die Förderung funktionsgemischter Quartiere und die Schaffung von Rahmenbedingungen für eine vielfältige Clubkulturlandschaft sind von essentieller Bedeutung.

“Wir haben in den letzten 2,5 Jahren bereits konstruktiv mit der Politik und den Ministerien zusammengearbeitet. Daran möchten wir nun mit weiteren Impulsen anknüpfen um die Club- und Livemusikszene nachhaltig zu stärken.” erklärt Theresa Kern.

Positionspapier des Clubkultur Baden-Württemberg e.V. 2023_short-edit

Positionspapier des Clubkultur Baden-Württemberg e.V. 2023

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Corona

Offener Brief: Ausgetanzt – jetzt Klarheit für Betreiber:innen & Kulturakteur:innen schaffen

Baden-Württemberg, 02. Dezember 2021

Sehr geehrter Herr Minister Lucha,
Sehr geehrte Frau Ministerin Dr. Hoffmeister-Kraut,
Sehr geehrte Frau Staatssekretärin Dr. Leidig,
Sehr geehrter Herr Staatssekretär Dr. Rapp,
Sehr geehrter Herr Prof. Lahl,
Sehr geehrte Abgeordnete,
Sehr geehrte Damen und Herren,

zunächst möchte wir uns für die bisherige gute Kommunikation mit dem Sozialministerium Baden-Württemberg bedanken. Die Möglichkeit zu diesem Austausch sehen wir nicht als selbstverständlich und freuen uns über die Wertschätzung, die uns hier entgegengebracht wird.

Aus der Presse mussten wir in den letzten Tagen erfahren, dass die Landesregierung eine Schließung der Clubs und Livemusikspielstätten erwägt – soeben konnten wir dies auch der MPK auf Bundesebene entnehmen. Angesichts der  aktuellen Belegung der Intensivbetten in Baden-Württemberg sind wir uns im Klaren darüber, dass dies ein notwendiger Schritt ist. Im Hinblick auf die kommenden Schließungen stellen wir uns jedoch einige wichtige Fragen, deren Beantwortung für unsere Branche schnellstmöglich erfolgen sollte:

  1. Wir tragen die Entscheidung einer konsequenten Schließung mit – wir stellen uns jedoch die Frage, wieso erneut im ersten Schritt die Clubkultur unter diese fällt, während andere kontaktintensive Bereiche unbehelligt werden? Wir sind skeptisch, dass es zum gewünschten Resultat führen wird, wenn ausschließlich Veranstaltungen eingeschränkt und Clubs geschlossen werden, während sich beispielsweise Mindestbegrenzungen in anderen Branchen in sehr hohen Bereichen befinden. Aktuell  ist aus unserer Sicht kein spezifischer pandemietreibender Bereich erkennbar – jeder vermeidbare Kontakt hilft, die Welle zu brechen. Mit einem solchen Schritt nehmen Sie das Freizeitverhalten der jüngeren Mitbürger:innen ins Visier. Diese Gruppe ist kaum vulnerabel für den Virus,  ihr wird aber immer wieder viel Solidarität abverlangt, um die Inzidenzen zu drücken. Wir würden uns wünschen, dass dies in Zukunft nicht mehr passiert und fordern hierzu eine Taskforce. 
  2. Bis zum jetzigen Zeitpunkt gab es keine konkreten Aussagen wann, für welchen Zeitraum und unter welchen Bedingungen diese Schließung kommen wird. Wir bitten deshalb schnellstmöglich um Aufklärung, damit die Betriebe sich vorbereiten können – Personalplanung, Programmorganisation und Buchung der Künstler:innen, Wareneinsatz etc. müssen dringend geplant werden. Uns erreichen zahlreiche Nachfragen verunsicherter Betreiber:innen, die wir dringend beantworten müssen.
  3. Welche zusätzlichen Hilfen sind geplant für die bereits gebeutelte Kultur und Clubkultur? Wir wünschen uns analog zum bayerischen Spielstättenförderprogramm kurzfristige individuelle Hilfen, die es den Betrieben ermöglichen die Zeit der Schließung zu überstehen. Um zeitnahe Entlassungen zu vermeiden und das frisch eingestellte Personal zu halten, muss es hier vor allem auch zu einer Lösung bezüglich der geringfügig Beschäftigten kommen. Wir brauchen eine Form des Kurzarbeitergeldes auch für 450 Euro Kräfte. Andernfalls wird es immer wahrscheinlicher, dass der ganzen Branche jegliche Zukunftsperspektive geraubt wird und mit weitreichenden Schließungen zu rechnen ist.

Die Clubs und Livemusikspielstätten brauchen außerdem eine Perspektive, für die Zeit nachdem die vierte Welle gebrochen wurde. An deren Erarbeitung möchten wir uns  gerne schon jetzt beratend beteiligen. Nötig sind dann wissenschaftlich fundierte Orientierungswerte, abgestufte Maßnahmen ohne Maskenpflicht und gegebenenfalls kostenlose PCR-Tests für Clubbesucher:innen.

Wir bitten außerdem inständig darum, die Impfkampagne des Landes auszuweiten und das Impfangebot zu verbessern. Wir haben alle Auflagen bis jetzt gerne mitgetragen – 3G, 2G, 2G+ – die Resilienz und das Verständnis für derartige Lücken schmelzen allerdings dahin.  

Für einen weiteren Austausch stehen wir selbstverständlich jederzeit zur Verfügung und freuen uns über eine zeitnahe Rückmeldung.

Freundliche Grüße
Der Vorstand der IG Clubkultur Baden-Württemberg